Patronat: gegen Frostschäden; für das Gedeihen der Feldfrüchte
Sophia erlitt während der diokletianischen Verfolgungen in Rom um 304 den Märtyrertod und wurde auf dem Coemeterium der Heiligen Gordianus und Epimachus bestattet. Schon im 6. Jahrhundert ist ihre Verehrung bezeugt. Bischof Remigius von Straßburg überführte Teile ihrer Gebeine 778 in das elsässische Frauenkloster Eschau. Andere Reliquien brachte um 845 Papst Sergius II. unter den Hochaltar der römischen Kirche San Martino ai Monti.
Im deutschen Sprachraum gibt es die umgangssprachliche Bezeichnung »Eisheilige « für die Tage vom11. bis 15. Mai, an denen häufig mit einem Kälteeinbruch mit Bodenfrost zu rechnen ist. Die Tagesheiligen sind Mamertus, Pankratius (Pankraz), Servatius von Tongern, Bonifatius von Tarsus und Sophia von Rom (»Kalte Sophie«).
Bauernregel: »Vor Bonifaz kein Sommer – nach der Sophie kein Frost.«
Darstellung: als Märtyerin
Attribute: Palmzweig, Reisigbündel, Schwert (Martyrium)

Quelle: Herder-Verlag





